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Nachsorge

Ziele der Nachsorge sind

  • ein Wiederauftreten der Erkrankung zu erkennen
  • Folgen der Erkrankung bzw. der Primärbehandlungen zu mindern
  • den Patienten – insbesondere bei einer Dauerbehandlung – zu beraten und zu betreuen.

Die Nachsorge bei Brustkrebs beginnt nach Abschluss der primären Therapie (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung). Sie besteht im Wesentlichen aus ärztlichem Gespräch und körperlicher Untersuchung, sowie Ultraschalluntersuchung zur Erkennung eines örtlichen Rückfalls (Brust und nahegelegene Lymphdrüsen). Die Nachsorgeuntersuchungen sollen in den ersten drei Jahren in einem 3-monatigen Abstand erfolgen, im vierten und fünften Jahr halbjährlich und danach jährlich – für mindestens 10 Jahre. Einmal jährlich soll zudem eine Mammographie und/ oder eine Ultraschalluntersuchung der anderen Brustseite erfolgen. Wie bei der Ersterkrankung, so gilt auch bei einem örtlichen Rückfall: je früher der Tumor erkannt wird, umso größer ist die Chance auf eine vollständige Heilung.

Eine gezielte apparative und/ oder labortechnische Diagnostik (z.B. MRT, CT, Tumormarker) auf eine mögliche Metastasierung ist nicht Teil der routinemäßigen Nachsorge. Sie wird erst bei Auffälligkeiten (z.B. anhaltende Schmerzen, Husten, etc) eingeleitet. Ältere Studien zeigten, dass es für die Überlebenszeit nicht von Belang war, wenn eine Metastasierung bereits entdeckt wurde, bevor Beschwerden auftraten. Ob die modernen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten nicht doch eine intensivere Suche nach Metastasen rechtfertigen – insbesondere bei hohem Rückfallrisiko – ist durch Studien nicht belegt. Für viele Patienten ist dieser Verzicht einer routinemäßigen Untersuchung auf eine mögliche Metastasierung eine zusätzlich verunsichernde Situation. Sie glauben durchaus, dass eine frühzeitige Erkennung von Metastasen einen Überlebensvorteil bringen kann. Auch in der S3-Leitlinie zum Brustkrebs wird auf die unzureichende Studienlage hingewiesen:

„Die betreffenden Studien wurden allerdings vor so langer Zeit durchgeführt, dass derzeit vor dem Hintergrund neuer Therapieverfahren nicht eingeschätzt werden kann, ob heute ein entsprechender Überlebensvorteil erzielt werden kann.“

Umso wichtiger ist die Arzt – Patientenkommunikation über anhaltende Beschwerden bei den regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen.

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